Beschwingt vom Abschluss meiner Psychodrama-Ausbildung fahre ich gerade aus Berlin zurück. Wo sonst als im Psychodrama gelingt ein Abschluss mit so viel Leichtigkeit? Kein Vergleich zu der verkopften Schwere unter Druck, die ich von anderen Ausbildungssystemen noch kenne.

Die Leichtigkeit des Psychodramas täte der Bildung, der Wirtschaft, der Therapie so gut. Natürlich gibt es dieses Tun nicht nur im Konjunktiv: die Leichtigkeit als Funke zum Überspringen in die Welt habe ich bei meinen Ausbildungs-Mitstreitern heute wieder gespürt. Die Leichtigkeit habe ich  schon so oft bei den großen und kleinen Größen des Psychodramas gespürt, wie zuletzt bei der DFP-Jubiläumstagung.

Und doch: die Schwere als ewiger Antagonist hält sich hartnäckig: Psychodramatiker in Selbstzweifel vergessen, in Konkurrenz gefangen oder in Gedanken statt im Tun. Aber, um es mit Ferdi Buer zu halten: „Im Psychodrama hat jeder die Chance einen neuen Anfang zu machen“ (siehe auch seine Rede bei der DFP-Jubiläumstagung: http://www.psychodrama-deutschland.de/verband/jubilaeumstagung-2014).